Lernstörungen

Zur Bedeutung von Lese- und Schreibfertigkeiten

Die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben wird in unserer westlichen Gesellschaft ebenso als selbstverständlich angesehen wie eine verständliche mündliche Ausdrucksweise oder die Fähigkeit, einfache Rechenoperationen fehlerfrei auszuführen.

Die Beherrschung dieser Kulturtechniken ist für jedes Mitglied unserer Gesellschaft v.a. von sozialer und politischer Bedeutung. Menschen mit unzureichenden Lese- und/oder Schreibfertigkeiten können sich wesentliche Informationsquellen nicht erschließen und laufen Gefahr, von der aktiven Mitgestaltung der Gesellschaft ausge- schlossen zu werden. Nur wer über Informationen verfügt, kann diese kritisch bewerten. Das Schreiben ist zugleich Schreibewegung, Raumgestaltung, Formgebung, Sinngebung, Sprachbildung und Ausdruck von Sprachbewusstsein und stellt somit umfassende psychomotorische Anforderungen. Die Qualität der Anforderungen wird von der Umwelt festgelegt und bestimmt in hohem Maß Motivation und Selbstkonzept des Kindes. Schreiben vollzieht sich auf kleinem Raum, das heißt, es werden kleinräumige Bewegungen erlernt, die eine gute Koordination, hohe Zielgenauigkeit, bewusste Steuerung und die visomotorische Kontrolle von Fingern und Hand voraussetzen.

Bei der Umsetzung der Frühförderung bei Lerndefiziten und graphomotorischen Störungen werden nach eingehender Diagnostikphase spielerisch die Sinne des Kindes geschärft und seine Kompetenzen gestärkt.

     


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